Aufbaukurs 1 - Fortbildung für Erzählende

Aufbaukurs l / neues Datum: 18. Juli - 22 . Juli 2022

Unser ursprüngliches Vorhaben, den Aufbaukurs in Kombination mit der Tagung der Sektion für Schöne Wissenschaft am Goetheanum zum Thema der Kulturepochen anzubieten, müssen wir loslassen: Die Sektion hat ihr Tagungsprogramm geändert.

Angeregt durch Äusserungen von Kursinteressentinnen haben wir nun den Vorschlag, dass wir den Aufbaukurs „in den Bergen“ abhalten.

Die Kunst der Mündlichkeit ist uralt. Das Unerklärbare, das Sagenhafte, das Tief-Erlebte suchte sich den Weg über die Bilder ins Hörbare, ins Greifbare, ins Mit-Einander-Teilen und Bewegen-Können. Geschichten sind Zeugen menschlicher Entwicklung: jede Epoche unserer Kulturentwickelung hat ihre Zeugnisse, ihre überlieferten Sprachgebilde, ihre Perlen der Literatur.

 

Durch das Erzählen können wir Dimensionen einfangen, die uns im Alltag so schnell abhanden kommen, die uns nähren und uns über uns selbst hinausführen. Wie können Zusammenhänge und Hintergründe, die wir erarbeiten, beim Zuhörenden Tore öffnen? Wie können wir unser individuelles Sprachvermögen künstlerisch erweitern und durchscheinender, differenzierter werden lassen?  Wie kann das Spiel zwischen der Geschichte, den Zuhörenden und dem Erzähler/der Erzählerin frei und lebendig werden?

 

Der Kurs wendet sich an Menschen, die in ihrem Beruf oder in der Freizeit für andere Geschichten erzählen, individuelle Förderung in ihren persönlichen Zielen wünschen, ihre Ausdrucksfähigkeit steigern und ihr Repertoire erweitern möchten. Im Zentrum stehen das   Erzählen, Elemente aus der Sprachgestaltung, die Fähigkeitsbildung in Bühnenpräsenz und Ausdrucksfähigkeit. Durch eine differenzierte Feedback-Kultur möchten kann die individuelle Angehensweise und Fähigkeitsbildung gefördert und durch das Zuhören beim Erzählen anderer Kursteilnehmenden unsere eigene Erzählweise erweitert werden.

Die Übwoche ist eingebunden in die Tagung der Sektion für Schöne Wissenschaften am Goetheanum. Die vertiefenden Vorträge zu den Kulturepochen bilden morgens und abends das Rahmenprogramm.

 

 

 

Wir bieten Erzählenden einen künstlerischen Weg zur Vertiefung ihrer Erzählkunst an.

in verschiedenen Aufbaukursen wird individuelle Förderung in persönlichen Zielen, Kenntnisse, Fähigkeiten in vertieftem künstlerischem Erzählen geübt

  • Künstlerisches Erarbeiten der Ausdrucksfähigkeit in Sprache und Ausdruck in unterschiedlichen Geschichtsgenre.
  • Fähigkeitsbildender Unterricht
  • Anlegen und vertiefen eines Repertoires
  • Auftritte
  • Seminararbeit 
  • Prüfung und Zertifizierung wird angestrebt

 

Ziele:

  • Befähigung, Erzählen auszuüben
  • Repertoire mindestens 10 Geschichten (Repertoire bedeutet: Diese Geschichten können jederzeit ohne längere Vorbereitung erzählt werden).
  • Unter den Geschichten im Repertoire sollen mindestens 6 verschiedene Typen von Geschichten vertreten sein.
    Verschiedene Typen von Geschichten wären:
     Märchen Sagen Mythen (wurden in erzählakademie geübt) 

1.) Schwänke
2.) Legenden
3.) Weisheitsgeschichten
4.) Fabeln
5.) Alltagsgeschichten
6.) Eigene Geschichten
7.) Literarische Geschichten

In der Fortbildung werden diese Geschichtengenre kennen gelernt und erübt.

Anmeldung/Vorbereitung

Die Teilnehmer bereiten eine Typengeschichte vor, mit welcher sie während der Fortbildung Arbeiten. Die Geschichte wird an einem öffentlichen Erzählabend (Donnerstag in der Fortbildungswoche) an einem öffentlichen Erzählabend erzählt. Die Teilnehmer wählen die Geschichte nach dem Windhund Prinzip aus.

Die Anmeldebestätigung erfolgt nach bezahlen einer Anmeldegebühr.

Der Kurs findet im Sommer von Montag bis Freitag  statt

Die Prüfung, Referat und Erzählen (Zertifizierung) finden an einem Wochenende im Herbst oder Winter statt (öffentlich)

Fortbildungsschwerpunkte:

  • Sprachgestaltung
  • Bühnenpräsenz/Schauspiel
  • Erarbeiten unterschiedlicher Geschichten
  • Gesichtspunkte zum menschenkundlichen Verständnis des Erzählenden und zuhörenden Menschen