Konzept

Erzählen ist mehr, als Geschichten auswendig können.
Erzählen ist Kunst, Bilden und Entwickeln.

Die Erzaehlakademie.ch bietet seit 2009 eine breite Palette an Kursen, Weiterbildungen und Workshops zum Thema Erzählen an.

Erzählen ist seit mehr als 3000 Jahren eine vielseitig genutzte Kommunikationsform. Gerade heute wird die künstlerisch/pädagogisch/therapeutische Wirkung des Erzählens neu erlebt und gesucht.

  • Sie stehen auf der Bühne und suchen eine künstlerische Begegnung mit ihrem Publikum?
  • Sie möchten Bildung, Anliegen und Werte vermitteln?
  • Sie suchen mit Geschichten Menschen helfende und heilende Angebote zu eröffnen?

Es gibt nicht nur einen Erzählstil und keine Geschichte ist immer passend. Erzählen ist lernbar. Erzählen lernen gründet in der Erzählakademie auf vier Säulen:

  • Geschichten erzählen mit Begegnung. Das imaginative Band zwischen Zuhörer, Erzähler und Geschichte gestalten können.
  • Eigenständiger, künstlerischer Ausdruck des Erzählens üben. Sprache ist der Vermittler zwischen unserem Erleben, der Erzählung und dem Verständnis des Publikums. Sprachegestaltung für den direkten Weg von Herz zu Ohr.
  • Wissenschaftliche und persönliche Gesichtspunkte erfahren zum Erzählstrom, den unterschiedlichen Erzählgattungen und den Erzähl-Traditionen.
  • Entwicklung mit und durchs Erzählen. Hilfe durch Geschichten für sich und fremden Entwicklungsfragen. Pädagogik, Beratung, Therapie, Hilfestellungen. Therapeutisches Erzählen ist Erzählen mit Absicht.

Die Kurse, Weiterbildungen und Workshops sind durch Üben, Verstehen und Schulung Fähigkeitsbildend.  Ein Erzähler und eine Geschichte machen noch keine Erzählung aus, aber:

Erzählen ist lernbar und Geschichten können jeden berühren, in der Schule, Zuhause, vor Publikum, im Berufsalltag. Erzählen ist da aktuell, wo wir in Beziehung zu Menschen stehen wollen!

Ziele:  Geschichten erleben, verstehen, erzählen

Erleben: Sie lernen Stimmungen in den verschieden Erzählrichtungen zu erfassen und sie zu offenbaren. Sie üben Wege zu einem persönlichen Zugang zur Geschichte und ihrer Offenbarung durch sie.

Verstehen:  Sie bekommen Einblick in den Erzählstrom und erleben in der  Unbestimmtheit der Bilder und erleben die Durchlässigkeit für unsere eigenen Erfahrungen.

Üben: Wir üben die Gliederung des Textes, den Umgang mit Pausen und Zäsuren, Variation von Tempi, Rhythmen, Lautstärke, Melodie, die Färbung der Stimme, die Gestaltung von Dialogen

Unterrichtseinheiten:

– Drei Wochenenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Sagen, Mythen, Märchen

– Freitag:     17:00 – 21:00 Uhr Pausen in Absprache

– Samstag:   09:00 – 16:00 Uhr Pausen in Absprache

– eine Übwoche, Montag – Freitag

– Üb-Woche:         Unterricht „hinter den Bergen“. Gemeinsam gestaltete Woche. Montag bis Freitag.

Übersicht Wochenende
Pausen nach Absprache, Änderung vorbehalten

Freitag

Samstag

9:00 -12:00 o       Rhythmik, Sprache

o       Theorie

13:30 – 16:00 o       Erzählen üben

o       Workshop lll

o       Rückblick übers WE,

o       Aussprache

17:00 19:00 o       Rückblick Erzählen

o       Rhythmik und Sprache

o       Workshop l

19:30 – 21:00 o       Workshop ll

o       Erzählen üben

Inhalte:

Rhythmik, Sprache
als Instrument des Körpers erfahren durch Sprechen und Bewegung. AZ

Sprache in Gestaltung und Ausdruck
Übungen/Aufbau im Sprechen von Texten, Gedichten. Kennen und erfahren der Metrik und Wirkung von Sprache. Charakter in Gesten und Mimik. AZ

Theorie
Herkunft, Wirkung und Verständnis der Erzählungen erarbeiten TD

Workshops
Zu den Erzählschwerpunkten Repertoirebildung, Erzählstil, künstlerisches- pädagogisches-und therapeutisches Erzählen, Übungen lebendiges Erzählen, Beispiele, praktische Erfahrung. MN

Erzählen
im freien Erzählen dem „Du“ begegnen. Achtsam mit Geschichte, Publikum und sich umgehen lernen, Durch Feedback geben lernen: „Das möchte ich auch können“. MN/AZ

Eine Woche Unterricht „in den Bergen“

  • Gemeinsam gestaltete Woche mit Üb-Sequenzen,
  • Workshops zu gewählten Erzählthemen,
  • praktische Vorbereitung auf persönliche Erzähl-Ziele.
  • Erzählbeispiele zu unterschiedlichen Genres.
  • Gemeinsame Tagesgestaltung, Kochen, Ausflüge mit Geschichten.
  • öffentlicher Erzählabend, gestaltet durch die Teilnehmer.

Teilnehmer

Wir arbeiten in kleinen Gruppen von 7-10 Menschen.
Bei uns haben Mütter und Väter, Pädagogen, Therapeuten, Altenpfleger, Sprachgestalter, Schauspieler, professionelle Erzähler, Erzähler in der Familie (für Enkel, Kinder…) , Ärzte, Unternehmer, Freelancer, Rentner, Sprecher… an den Ausbildungen teilgenommen.

Stundenplan Übwoche:

Änderungen vorbehalten

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

09.00 – 12:00 Rhythmik, Sprache, Erzähltheorie Rhythmik, Sprache Rhythmik,

Workshop Auftritte

Auswertung

Ankunft
14:00 – 17:00

 

Rhythmik, Sprache

Workshop
Lebendiges Erzählen

Workshop Verbindung zu Geschichten gestalten

Arbeiten am Repertoir

Geschichten verdichten

Workshop Therapeutisches Erzählen

Arbeiten am Repertoir

Geschichten verdichten

Workshop Bildung durch Erzählen

Arbeiten am Repertoir

Geschichten verdichten

Abreise
19:00 – 21:00 Erzählen mit Beispielen Erzählen mit Beispielen Öffentlicher Erzählabend
 

 

 

Was können die Teilnehmer nach dem Kurs ?

  • Die Teilnehmer werden durch die Ausbildung sicher in ihrem Erzählen. Sie kennen ihren Erzählstil und können sich durch ihn adäquat offenbaren.
  • Sie haben die unterschiedlichen Qualitäten der Erzählungen (Sagen, Mythen, Märchen) erarbeitet und können sich in die Stimmungen hineinversetzen und Genregemäss erzählen.
  • Sie wissen die Beziehung von Geschichte, Publikum, Erzähler und können diese im Erzählen anwenden und gewichten.
  • Sie haben sich ein Repertoire an Geschichten aufgebaut
  • Sie können Geschichten in Kunst, Pädagogik und Therapie differenziert erzählen.
  • Sie wissen über die Herkunft der Erzählungen und können den Erzählstrom und Hintergründe benennen.
  • Haben Kenntnisse über Organisation und Durchführung eines Erzählanlasses.
  • Haben Wirkung von Sprache, Gestik und Mimik erfahren und können diese einsetzen
  • Wissen von der Beziehung Körper und Sprache und können diese durch Übungen verbessern.